Der Ort der Wildnisschule Heidefeuer

Die Wildnisschule Heidefeuer liegt an der Furthmühle in Trossin in der Dübener Heide. Von Leipzig sind es eine knappe Stunde nach Nord-Osten, von Berlin über Wittenberg sind es anderthalb Stunden nach Süden. Hier gehts zur Karte

 

Wir befinden uns in einer leicht hügeligen, sandigen, bewaldeten Landschaft zwischen Mulde und Elbe. Die Menschen nannten sie Heide, weil hier unberührte Wildnis war und nie viele Menschen lebten. Dörfer gab es wenige, da der Boden sandig und mager ist. Stattdessen gibt es Eichen- und Kiefernwälder, Erlensümpfe und Wiesen.  An den Wasserläufen die hier die Elbe speisen haben der Biber und der Eisvogel über alle Zeiten ihren Lebensraum behalten können und breiten sich von hier aus wieder aus.

Tradionell leben hier schon lange Menschen. Es gibt unzählige Stein- und Bronzezeitliche Grabstätten und Spuren. Nachdem die Germanen weiter nach Westen abgewandert waren, besiedelten Slawen das freie Gebiet. Mulde und Elbe bildeten über Jahrhunderte die Grenzflüsse zwischen Germanen und Slawen. Und die Slawen prägten diese Landschaft wohl auch am eindrücklichsten. Ein deutlicher Hinweis sind die Ortsnamen. So berichtete unter anderem Martin Luther, dass er auf Reisen durch diese Gegend noch viele Bauern antraf, die Slawisch und nicht wie er Deutsch sprachen.

 

Die Furthmühle liegt am Dommitzscher Grenzbach, der einst das Königreich Preußen vom Königreich Sachsen trennte. Nur wenige Häuser gibt es hier außerhalb des Dorfes Trossin. Die Mühle findet sich bereits seit dem 15. Jahrhundert in den Chroniken des Dorfes und war bis in die 1980er Jahre ein wichtiger Knotenpunkt des Lebens. Wir beleben sie nun seit 2016, nachdem sie fast 10 Jahren leer stand und verfiel.  Das Grundstück ist über einen Hektar groß und von Bach und Wiesen begrenzt.

 

Mit uns leben hier der Biber, der Eisvogel, Rehe, Fuchs und Wildschweine und die Wölfe aus dem nur wenige Kilometer entfernten Rudel schauen auf ihren Touren auch ab und zu vorbei.